"Welche Stärken, welche Schwächen haben Sie?"
Die heikle Frage beim Bewerbungsgespräch nach Schwächen und Stärken:
- Nennen Sie Ihre Schwächen
- Zählen Sie einmal drei Schwächen von Ihnen auf
Antworten Sie bei Schwächen niemals "Ich habe keine".
Niemand ist perfekt. Eine Stärke liegt hingegen darin, seine Schwächen zu kennen. Beschreiben Sie deswegen offensiv, was Sie für Schwächen haben. Bleiben Sie dabei möglichst bei der Realität (Ich nehme Drogen, stehle und schlage unmotiviert fremde Kinder... sollten Sie eventuell nicht erwähnen). Aber man kann natürlich sich auch ein paar "harmlose" Schwächen andichten. Hier ist eine Auswahl, wählen Sie im Zweifel die Schwächen, die bei Ihnen zutreffen, das sind die Besten:
Ich bin überpünktlich, ich bin oft schon ne halbe Stunde bevor der Zug fährt am Bahnhof
Ich neige zum Perfektionismus/bin detailbesessen. Ich kann Dinge oft nicht als "fertig" ansehen und finde immer noch was zum verbessern.
Ich brauche Morgens eine Stunde, bis ich auf Touren komme,
Ich kann schlecht "Nein" sagen.
Ich bin ungeduldig, will die Dinge am Besten immer sofort fertig haben
Ich neige zur Kontemplation. Wenn ich ein Projekt fertig habe, dann schau ich mir es immer genussvoll, befriedigt an und kann nicht gleich zum nächsten gehen.
Wenn ich Emails schreibe, verwende ich zu viel Zeit, um die besten Worte zu finden
Ich kann schlecht vor Publikum reden, (da bin ich schrecklich nervös)
Ich rede manchmal um den Brei herum und die Leute verstehen mich nicht
Ich breche manchmal in Tränen aus (Bei Frauen OK)
Ich kann schlecht über mich selber lachen.
Ich möchte oft viele Aufgaben gleichzeitig in Angriff nehmen
Ich kann mir schlecht Namen merken
Ich bin manchmal zu hilfsbereit
Ich rede manchmal zuviel (oder auch zu wenig)
Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt
Ich bin manchmal schüchtern gegenüber neuen Menschen
Ich habe ein Schwäche für guten Wein und schöne Frauen
Ich kann mir schlecht Gesichter merken, ich muss Leute erst drei, vier mal gesehen haben
Ich trau mich nicht Englisch zu reden, obwohl ich es kann... etc
Hier noch ein wichtiger Tipp: Wenn Sie eine Schwäche nennen, ergänzen Sie danach immer den Satz mit einem "aber..." und dann fügen Sie einen positiven Gegenpunkt an.
Z.B. Ich brauche Morgens immer erst eine Stunde, bis ich auf Touren komme. ABER dafür bin ich dann am Abend immer länger leistungsfähig und deshalb bleib ich auch oft länger am Abend, weil ich da am produktivsten bin.
Z.B. Ich kann schlecht "Nein" sagen. ABER bei wichtigen Dingen, die das Wohl der Firma betreffen bin ich hart.
Z.B. Ich möchte oft zu viele Aufgaben gleichzeitig in Angriff nehmen - ABER ich habe ein klares Unterscheidungsvermögen zwischen dringend und wichtig. Wenn ich Aufgaben mit Dringen UND wichtig vor mir habe, dann haben die immer Priorität und werden ohne Ablenkung abgearbeitet.
Uni-Absolventen können Mangel an Praxis oder, dass die gelernte Theorie sich nicht immer mit der Praxis deckt, erwähnen.
Tipps für augenzwinkernde Antworten auf Schwächen:
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Meine Schwächen? Wie viel Zeit haben Sie? (Humor ist immer gut)
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Welche Schwächen haben denn Sie? (Das darf aber nur mit einem sichtbaren Augenzwinkern vorgetragen werden - sonst geht das in die Hose)
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Sie meinen, ausser meiner Sehschwäche...?
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(als Frau) Schokolade!
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(als Mann) Schöne Frauen!
- Ich bohre in der Nase
- Nennen Sie Ihre Stärken.
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Welche drei positiven Eigenschaften sind für Sie typisch?
Teamfähigkeit, Organisationsgeschick, Kommunikationsstärke, zielorientiertes Arbeiten, Gesprächsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Loyalität, Durchsetzungsvermögen, Anpassungsfähigkeit etc.
Aber geben Sie immer konkrete Beispiele dafür. Das Wort allein, erzeugt sehr wenig Wirkung.
Bei der Frage über Ihre Stärken will niemand eine Aufzählung von Eigenschaften in Hauptwort-manier hören .
Beschreiben Sie Ihre Stärken anhand konkreter Beispiele aus dem Arbeitsleben. Wählen Sie dabei Eigenschaften aus, die für den neuen Arbeitgeber interessant sein können.
Die meisten wissen nicht, wie Sie konkret werden können, Sie machen nur allgemeine Aussagen und geben kein Beispiel. Den Unterschied zu kennen und anzuwenden ist matchentscheidend. Nehmen wir an, der Personalchef fragt nach Stärken:
Allgemeine Aussage: (Wenig wirksam)
Meine Stärke ist dass ich ein grosses Engagement an den Tag lege.
Antwort mit Beispiel: (Sehr wirksam)
"Mein Engagement für die Firma geht über das Normale hinaus. Ich will Ihnen ein Beispiel dazu erzählen. Wir hatten einen Kunden in Südafrika, dem haben wir im Juni 2008 eine neue Maschine installiert und 4 Tage nach Inbetriebnahme ist ein Wälzlager gebrochen. Ich war der Einzige, der sich mit Wälzlagern an dieser Maschine auskannte. Ich war in meinen Urlaub in Mallorca - Man hat mich angerufen, und ich habe meinen Urlaub abgebrochen und bin mit einem zweiten Kollegen am andern Tag nach Johannisburg geflogen. Am nächsten Morgen lief die Maschine wieder".
Hier ein Unterscheidungsmerkmal, ob Sie nur eine allgemeine Eigenschaft aufzählen, oder ob Sie im Beispiel gelandet sind. Ein Beispiel braucht immer ein Datum und einen Namen. (Name: Kunde in Südafrika; Datum: Juni 2008)
Die wirksamste Methode, um bei der Frage nach den Stärken Eindrück zu hinterlassen ist, ein Beispiel einer Leistung so rüber zu bringen, dass das Gegenüber tief beeindruckt von Ihrem Können ist.
Die meisten Menschen wissen nicht, wie man eine erreichte Leistung so verkauft, dass der andere wirklich beeindruckt ist. Sie haben die Formel für Gold gefunden, aber beim anderen wirkt es nur so, als ob sie eine Steuererklärung fehlerfrei ausgefüllt haben. Wie man seine Leistungen so verkauft, dass der Gegenüber wirklich "Wow" denkt, habe ich im Kapitel "Die Zeitlupen-Methode" in meinem Buch "Der Irrtum PowerPoint - Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon?" beschrieben. Damit kriegen Sie jeden Job. Buch bestellen.

